Unsere Buchempfehlung zum Thema Henker im Mittelalter

Erscheint voraussichtlich Oktober 2011!

Der Henker in uns. Auf den Spuren des Grauens

Weiß der Henker, warum! Manchmal trennt nur ein Wimpernschlag den Gedanken von der Tat. Wir legen jemandem die Schlinge um den Hals. Geplagt von den Schikanen des Chefs, entnervt vom Drängler auf der Autobahn, zermürbt vom Lärm des Nachbarn zücken wir in Gedanken das Schwert ... und würden denen, die uns das Leben schwer machen, am liebsten den Hals umdrehen. Auch wenn es hierzulande keine offiziellen Hinrichtungen mehr gibt, ein Henker lauert in jedem von uns. Ebenso wie ein Gaffer, der sich daran weidet, wie ein Mensch versucht, den Kopf aus der Schlinge zu ziehen.
Wir halten an, wenn sich auf der Autobahn ein schwerer Unfall ereignet hat. Wir lesen Krimis, sehen mit wohligem Schauer Fernseh-Pathologen über die Schulter, wenn sie an kalten Stahltischen ihrem blutigen Gewerbe nachgehen. Wir leiden mit den Opfern. Wir sind froh, dass wir verschont geblieben sind. Wir distanzieren uns vom Bösen - und sind doch sonderbar fasziniert von denen, die das Tabu gebrochen haben: "Du sollst nicht töten".

Vor gar nicht allzu langer Zeit wurde auch in Europa im Auftrag der Obrigkeit getötet. Im Mittelalter und der Renaissance gab es Heerscharen von Henkern, die die Kunst des Tötens beherrschten. Die Vollstreckungsbeamten exekutierten auch Kinder, Tiere und "lebende" Leichen.... Durch die Jahrhunderte hindurch waren sie Ausgestoßene, Schreckgespenster, aber auch Heiler, Magier.
Ihr blutiges Handwerk hinterließ Spuren. An Körper, Geist und Seele. Das tut es auch heute noch, bei den Männern, die im Auftrag des Staates töten. In China, Japan, den USA, Saudi-Arabien ...

Die Journalistin und Autorin Christiane Wagner und der Psychologe und Autor Wolfgang Bauer folgen der Blutspur. Erzählen von Henkern und ihren Opfern, von der Lust und der Last am Töten, von Medizin aus Leichen, Armsünderreliquien und makabrem Spielzeug. Von Richtplätzen in freier Natur, wo im Schatten uralter Bäume im Geheimen monströse Urteile gefällt und oft an Ort und Stelle grausam vollstreckt wurden. Und von Menschen, die für einen Nervenkitzel in Scharen zu Hinrichtungen pilgerten und danach das Blut der Enthaupteten tranken.

 

http://www.der-henker-in-uns.de/